Soeldner der Reiche e.V.

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Feuriger Auftakt unter dem Paulusturm
 
 

Am Sonntag zog ein Flohmarkt entlang der Burgstraße Schnäppchenjäger an, und auf dem Marktplatz hatten die Besucher Gelegenheit zu schlemmen. Entlang der Münsterstraße konnten die Marktbesucher am Stand der Schutzgemeinschaft Stromberger Pflaume selbst gemachte Konfitüre erwerben oder deftige Reibeplätzchen am Pavillon des Fördervereins Gaßbachtal genießen. Kreativität war beim Kinderschminken und Basteln gefragt. „Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Markts“, sagte Buby Teeke, Vorsitzender des Gewerbevereins Stromberg. Den Markt rund um den Paulusturm hatte auch in diesem Jahr der Gewerbeverein organisiert.

Eintauchen ins Mittelalter

Außer den 30 Ständen lockte der Mittelaltermarkt mit historischem Handwerk sowie typischen Gerichten und Getränken. Stilecht kamen viele Besucher in traditioneller Gewandung auf den Mittelaltermarkt. Die Mittelalter-Vereine „Söldner der Reiche“ und „Raben zu Stromberg“ gewährten Einblicke in das Leben vor vielen Jahrhunderten, und schon von Weitem war der erbitterte Schwertkampf zwischen Burggraf Heinrich II. zu Stromberg und Sattelmeyer Meinulf von Bekehum vor der Heilig-Kreuz-Kirche zu hören. Begleitet von den Klängen der Mittelalterband „Unvermeydbar“ aus Hofgeismar und umrahmt von den Ruinen der ehemaligen Stromberger Höhenburg konnten sich die Besucher leicht in die Zeit des Mittelalters zurückversetzen.


 
 
Zeitreise mit Bogen und Holzschwert
Bunte Hingucker waren die Schilder, die Franz Ulbricht (l.) und Maximilian Vogel den Besuchern des Mittelaltermarkts im Gartenschaupark präsentierten.
 

Zahlreiche Söldner, Knappen, Handwerker und Ritter hatten auf der Wiese ihre Lager aufgeschlagen. Viele Händler boten ihre Waren an und schafften damit sogar die Möglichkeit, sich wie die Bewohner des kleinen Dorfs – bestehend aus weißen Zelten und hölzernen Unterständen – zu kleiden. Egal, ob Taschen, Kleider oder Spangen – groß war die Auswahl an Waren im mittelalterlichen Stil. „Die meisten unserer Kleider sind dem guten Bürgertum zuzuordnen“, erklärte Mario Böttcher. Er sorgte mit seiner Gattin für die passende Kleidung von Besuchern und Bewohnern. Gezahlt wurde in Euro, so um die 90 mussten davon auf den Tresen gelegt werden.

Am Samstag hatte der aus Thüringen stammende Böttcher noch nicht viel zu tun: Nur wenige Neugierige fanden den Weg in den Park. So hatten die Dorfbewohner umso intensiver Zeit, um Erfahrungen auszutauschen. Man kennt sich untereinander. Zu den Gruppen „Freye Söldner zur Lippe“, „Die Raben zu Stromberg“, „Ulbricht Klingenbrecher’s Gefolge“ und „Söldner der Reiche“ gehörten die meisten Mittelalterfans. Letztere waren auch für die Organisation des vierten Markts verantwortlich. Den Organisatoren gelang es, den Markt vor allem für Jungen und Mädchen attraktiv zu gestalten. Beim Bogenschießen konnten sich die Kinder genauso ausprobieren, wie am großen Katapult. Für die jungen Mittelaltermarktbesucher, die nach dem Ausflug in den Neuenkirchener Parkteil daheim weiter Ritter oder Burgfräulein spielen wollten, hatten Franz Ulbricht und Maximilian Vogel alle nötigen Utensilien im Angebot. Äxte, Schwerter, Helme – allesamt aus Holz gefertigt, standen zum Verkauf. Besonders ins Auge stachen die bunten Schilder, die keinem Ritter – egal ob groß oder klein – fehlen durften. „Die werden für uns alle in Handarbeit in einer Tischlerei in Bayern gefertigt“, informierte Franz Ulbricht, dessen Vater Inhaber des Handels ist.


Westfälische Nachrichten 15.09.2014

Wadersloh - 

Diestedde wird von Rittern belagert: Am 13. und 14. September wird der kleinste Ortsteil der Gemeinde Wadersloh mit dem „Femegericht zu Diestedde“ für ein Wochenende zurück ins Mittelalter versetzt. Erstmals findet ein mittelalterlicher Markt mit Heerlagern auf dem Gelände des ehemaligen Internats „Don Bosco“ (Lange Straße 1) vor der malerischen Kulisse von Schloss Crassenstein statt.

  „Vor allem geht es darum, die historischen Wurzeln Diesteddes als Freigericht zu beleuchten und auf den Leerstand unseres Wahrzeichens Schloss Crassenstein hinzuweisen“, so Initiator Benedikt Brüggenthies, der das Mittelalterfest mit dem kulturhistorischen Verein „Söldner der Reiche“ aus Rietberg plante. Die spannende Dorfgeschichte soll lebendig werden. Schon der Name „Diestedde“ („Die Stätte“) weist auf die historische Bedeutung des Dorfes als sogenannte „Thingstätte“ hin.

Die „1000-jährige Eiche“, im Volksmund auch „Femeeiche“ genannt, ist ein markantes Naturdenkmal und Wahrzeichen von Diestedde. Im Schatten des Wasserschlosses Crassenstein werden Händler und Heerlager aus ganz Deutschland ihre Zelte aufschlagen und die Besucher in das Mittelalter entführen.

Am Samstagabend mit Einbruch der Dämmerung erhellt das „Duo Inflammable“ aus Stuttgart mit einer Feuershow die Dunkelheit. Passend dazu gibt es eine Illumination der Schlossumgebung.

Aus dem Ruhrgebiet reist die Musikgruppe „Animus Andvarii – Spielleute des Westens“ an, um mit mittelalterlichen Klängen für die passende Musikuntermalung zu sorgen. Neben dem bunten Markttreiben an beiden Tagen werden weitere Attraktionen und viele Überraschungen geboten. Viele Vereine und Gruppen beteiligen sich an dem außergewöhnlichen Dorffest.

Der Eintrittspreis (Tagesticket) beträgt drei Euro (ermäßigt/mit Gewandung: zwei Euro). Das Kombiticket für beide Tage kostet fünf Euro. Kinder unter Schwertmaß haben freien Eintritt. Infos unter www.mein-wadersloh.de oder www.soeldner-der-reiche.de.


Der Patriot Lippstädter Zeitung
 
LIPPSTADT
Zeitreise ins Mittelalter

Bad Waldliesborn - Am Freitag und Samstag verwandelte sich der Kurpark in Bad Waldliesborn erstmals in ein mittelalterliches Dorf mit allem, was dazu gehört. 17 Händler und Verköstiger machten mit und zehn Heerlager ließen die Besucher das 21. Jahrhundert eine Zeit lang vergessen.

Die Organisation des Mittelaltermarktes wurde von dem Verein „Soeldner der Reiche e.V.“ übernommen. Es solle möglichst historisch realistisch gezeigt werden, wie damals gelebt und vor allem auch gearbeitet wurde, betonten sie.

So bestand die Möglichkeit, Handwerkern wie Riemenmachern, Schmieden oder Körperknetern bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Es bot auch der „Barbier zur Zauberhand“ - teils selbstgefertigten - Haarschmuck an. Von Perücken über Haarteile und -blumen bis hin zu Leder- und Metallspangen gab es nicht nur allerlei zu sehen, sondern auch zu erwerben. „Das ist alles Haarschmuck, wie er im Mittelalter getragen wurde, gefertigt auf einem Tressierrahmen - nur nicht mehr aus Rosshaar“, erklärte Betreiberin Diana Schneid.

Zusätzlich ermöglichten es die zahlreichen Händler den Besuchern, sich mit Andenken an die kleine Zeitreise einzudecken: historische, nach Maß gefertigte Schuhe, Tierfelle, Räucherstäbchen, Gewürze, Tees oder auch handgesägter Münzschmuck wurden zum Verkauf angeboten. Doch auch die mittelalterliche Esoterik kam nicht zu kurz. So gingen bei „Brunis Hexenhaus“ Schutzengel, Anhänger und Holzarbeiten über die Theke. Für hungrige Mittelalterfans wurde natürlich auch Wert auf die passende Verköstigung gelegt, von süßen Quarkbällchen, Apfelküchlein und Würzkaffee bis hin zu deftigen Fleischgerichten und diversen altertümlichen Spirituosen - hier konnte jeder Gast frei nach seinem Geschmack wählen.

Für die richtige Stimmung sorgten nicht nur der stetige Duft nach Räucherstäbchen, sondern auch diverse Bühnenperformances. Die Band Unvermeidbar kümmerte sich um die musikalische Untermalung, einige Schauschwertkämpfe wurden ausgetragen und als Highlight konnte man am späten Freitagabend sogar eine spektakuläre Feuershow bewundern. Neben den Schaustellern durften auch die Besucher aktiv werden. Ob Groß oder Klein - jeder konnte sich beim Bogenschießen versuchen, in Kettenhemden schlüpfen oder Mosaike selber gestalten.


 
 
Waffenlärm schallt über den Burgberg
Bild: Frielinghaus
Einen erbitterten Kampf lieferten sich gestern die Darsteller der Mittelaltergruppe „Söldner der Reiche“ beim traditionellen Markt rund um den Paulusturm in Stromberg auf dem Amtsplatz.
Bild: Frielinghaus

Gespannt und erstaunt über die flinken Ausweichmanöver beobachten Besucher den wilden Kampf. In das Leben des Früh- bis Hochmittelalters konnten am Sonntag die Besucher des Markts rund um den Paulusturm in Stromberg eintauchen. Gekleidet in authentische Gewänder und ausgestattet mit ausschließlich dem, was das Mittelalter zu bieten hatte, brachten die Darsteller der Gruppe „Söldner der Reiche“ eine mittelalterliche Atmosphäre nach Stromberg. Aufgebaut war das kleine Dorf mit sechs Heerlagern, drei Händlern und einer Schenke auf dem Amtsplatz an der Heiligkreuzkirche. Hier konnten Jung und Alt den Darstellern bei ihren Tätigkeiten nicht nur zuschauen. Wer wollte, konnte selbst aktiv werden. Den richtigen Umgang mit Pfeil und Bogen erklärte Leonie Körner, bevor sich Interessierte selbst im Zielen mit der typischen Verteidigungswaffe des Mittelalters versuchten. Die Besucher schwangen Schwerter durch die Luft und probierten schwere Kettenhemden an. Außerdem wurden typische mittelalterliche Köstlichkeiten wie beispielsweise Spanferkel mit Met zum Verzehr angeboten.

Marktstände in der Innenstadt

Außer dem mittelalterlichen Spektakel auf dem Amtsplatz durfte bei der traditionellen Veranstaltung im Burgdorf auch der Markt auf der Münster- und Daudenstraße sowie dem Marktplatz nicht fehlen. Zahlreiche Stände lockten mit einer Auswahl an Strick-, Flecht- oder Holzarbeiten sowie Gewürzen, Marmeladen oder Honig. Entlang der Burgstraße zog sich der Kinderflohmarkt.


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